Nachdem die Rahmenbedingungen für den Videodreh geklärt waren, ging es an die konkrete Planung.

Es musste sowohl ein passender Drehort gefunden als auch Komparsen werden.

Das Tolle an diesem Musikvideo war, dass die Band quasi die gesamte Orga in Ihre eigene Hände nahm, wir brauchten lediglich etwas beratend zur Seite stehen.

Innerhalb kürzester Zeit wurde in dem Brauhaus Nolte ein perfekter Drehort gefunden, der exakt unseren Vorstellungen entsprach. Hinzu kam, dass der Besitzer des Hauses (Carsten Nolte) augenscheinlich richtig Lust auf den Videodreh hatte und uns jederzeit unterstützend und helfend zur Seite stand. Klasse!

LZ klein 

Über Facebook und lokale Presse (Lüneburger Landeszeitung, siehe oben) rief die Band Fans dazu auf, sich zu melden, wenn Interesse an einer Statistenrolle bei dem Videodreh besteht. Auch das klappte großartig. Innerhalb kurzer Zeit kristallisierten sich motivierte Fans und Freunde heraus, die mit Hilfe einer geheimen Facebookgruppe über die Planung auf dem Laufenden gehalten wurden. 

Videodreh:

Am 20.08.2017 war es dann so weit. Band, Komparsen und Beatvideo fanden sich perfekt vorbereitet im Brauhaus Nolte zusammen. Die Outfits sowohl der Fans als auch der Musiker passten zum Thema des Videodrehs. Zudem wurden sogar Vollbärte für den Dreh entsorgt und lange Muckermatten mit Hilfe von Perücken versteckt.

Schminken Farbe

Während die Band professionell geschminkt (http://wunderschön.info) wurde, leuchteten wir die Bühne und den Tanzbereich mit großen Softboxen aus, um dem Beatclublook der 60er Jahre möglichst nahe zu kommen.

Zudem wurde hinter der Bühne die Dekoration des Hauses einfach mit schwarzen Tüchern abgehangen. Auch dieses „Provisorium“ fügte sich gut in das Gesamtbild ein, denn das Fernsehen der 60er Jahre zeichnete sich aus heutiger Sicht eher durch Improvisation als Perfektion aus. 

Und los ging es mit dem Dreh: Zunächst machten wir eine Reihe von Einstellungen von der Band ohne Publikum, um beispielsweise Close-Ups für Zwischenschnitte nutzen zu können. Hinzu kam, dass dadurch die Musiker ihre Scheu vor den Kameras verloren und immer lockerer agierten.

Publikum

Nachdem diese Einstellungen im Kasten waren, traten die Komparsen auf den Plan. Nach einigen Regieanweisungen unsererseits ging es los und es entstand ein richtiges Live-Feeling. Es wurde getanzt, gejubelt und gelacht, mit anderen Worten, es brachte einfach Spaß.

Natürlich brauchte es eine Reihe von Wiederholungen, um aus verschiedenen Kamerawinkeln die Aktionen der Komparsen und Musiker einzufangen. Auch das war kein Problem für alle Beteiligten. Zwischendurch konnte man sich mit Getränken und Essen stärken, das von der Band mit dem Brauhaus Nolte zusammen organisiert wurde.

Gitarre kaputt

Zum Schluss kam der Videoshot, auf den alle Beteiligten gespannt waren: Die Zerstörung einer Gitarre im besten „The Who“ Stil. Bei diesem Shot MUSSTE alles auf Anhieb klappen, denn eine Wiederholung der Szene war natürlich ausgeschlossen. 2 Kameras wurden scharf gemacht, eine für das Close-Up der Gitarrenaufschläge und eine Kamera, die das Gesamtgeschehen auf der Bühne einfing. Gerade der Close-Up Kamera ließen wir wenig Spielraum, das Geschehen zu erfassen, um einen möglichst scharfen und großen Ausschnitt der Einschläge zu erhalten. Spannend, da man die Szene nicht 100% vorher simulieren konnte, denn niemand wusste genau, ob und wie die Gitarre zerspringt.

Auf los ging es dann los, Sascha, Gitarrist der Band, gab alles und zerlegte sein Gitarre fulminant in 1000 Einzelteile. Zum Glück fingen beide Kameras das Geschehen so ein, dass es den krönenden Abschluss des Videos bilden konnte.

Nette Anekdote: Die Band berichtete uns, dass es seit diesem Videoshot bei Live-Auftritten der Band gerne bei dem Song "Just not today" Ausrufe der Fans gibt, dass doch eine Gitarre zertrümmert werden soll :-) Man kennt also den Clip. 

In Teil 3 dieses Videoblogs wird es um die Bearbeitung des Videomaterials gehen. Also: Stay tuned. 

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