Im Falle von „Moon in the Garden“ lag die Hauptarbeit aufgrund des Konzeptes in der Nachbearbeitung des Videomaterials. Wie bei jedem anderen Dreh auch, musste das Material gesichtet, farblich angepasst und natürlich zum Schluss geschnitten werden.

moon in the garden 3D

Bei diesem Video kamen jedoch drei aufwendige Arbeitsschritte hinzu:

1. Die Musiker mussten zunächst vor dem Greenscreen frei gestellt werden, damit nachher 3D Umgebungen ergänzt werden konnten. Problematisch waren dabei vor allem die langen, lockigen Haare der Sängerin und des Bassisten. Schnitt man zu viel von den Harren weg, damit kein Grünschimmer zu sehen war, wirkten die Musiker zu grob ausgestanzt, schnitt man zu wenig weg, dann erlosch die Illusion, dass die Akteure sich in einem 3D Raum bewegen. Final Cut X lieferte eine Reihen von brauchbaren Werkzeugen, um da nach einigem Feintuning ein recht gutes Ergebnis zu erhalten.

2. Die 3D- Umgebung musste konstruiert werden: Dieser Arbeitsschritt wurde bereits vor dem Videodreh zum größten Teil erledigt, da das Material für die Werbung des Musikstückes bereits erstellt war. Zudem war es für die Musiker hilfreich, sich vorstellen zu können, in welcher Umgebung sie Ihre Performance abliefern würden. Nach dem Dreh wurden noch einige Büsche ergänzt, die vor den Musikern platziert wurden.

3. 3D Umgebung und Realdreh mussten abgestimmt werden: Um den Eindruck zu erhalten, dass die Musiker sich beispielsweise auf einem Rasen bewegen, musste der Realdreh und 3D-Umgebung aufeinander abgestimmt werden. Das heißt, vor allem der Kamerawinkel und Einstellungen, wie bspw. Brennweite, musste in beiden Umgebungen so exakt wie möglich übereinstimmen. Zudem musste die Beleuchtung im 3D Raum nachgebildet werden.

Das Videomaterial wurde in Cinema 4D geladen und das Programm erledigte grob das Tracking der Kamera. Diese Einstellungen wurden dann von Hand teilweise dann weiter perfektioniert. Das Tracking der Realobjekte (bspw. die Gießkanne im Bild oben) funktionierte in diesem Fall nicht automatisch. Aus diesem Grunde wurde In dieser Szene eine vereinfachte Gießkanne als 3D Objekt gebaut, die dann so animiert wurde, wie die Gießkanne im Realfilm.

Anschließend wurde ein Partikelemitter an der Spitze der Kannen-Attrappe platziert, der dann 3D Blumen als Partikel ausspie. Zum Schluss musste die Animation gerendert und mit dem Realfilm im Schnittprogramm kombiniert werden.

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